Wärmebehandlung und Vorrichten

Das Vormaterial wird direkt von den gruppeneigenen Walz- und Adjustagelinien bezogen. Je nach Anwendungsfall und Prozessfolge bieten eigene Schwarzrichtmaschinen die Möglichkeit, den Stabstahl für die induktive Einzelstabvergütung vorzubereiten oder die Geradheitseigenschaften für die Blankstahlfertigung zu definieren.

Je nach Stahlsorte und Einsatzbereich erfolgt eine Wärmebehandlung, wie z.B. induktive Vergütung, Normalisieren, AC- oder FP-Glühung. Eine Wärmebehandlung dient im allgemeinen der gezielten Einstellung von Gefügestrukturen und Materialeigenschaften, wie Festigkeit, Streckgrenze, Härte, Dauerfestigkeit, Biegewechselfestigkeit, Federeigenschaften oder Zerspanbarkeit.

Für eine gezielte konventionelle Wärmebehandlung stehen zwei Rollenherdöfen mit je einem Hochtemperatur- und einem Niedertemperaturbereich zur Verfügung. Die Öfen sind mit modernster Brenner- und Regelungstechnik ausgestattet. Diese programmgesteuerten Anlagen ermöglichen über definierte Glühprogramme eine hohe Reproduzierbarkeit des Glühprozesses mit anschließender gezielter Abkühlung.

Im Bereich der induktiven Einzelstabvergütung ist die Lech-Stahl Veredelung Marktführer und gewährleistet mit den modernsten Anlagen eine kontinuierlich gleichbleibende Qualität in der Erzeugung eng tolerierter mechanischer Eigenschaften des Stahls durch Härten und Anlassen. Verfahren wie induktives Entspannen und Randschichthärten können ebenfalls mit diesen Anlagen durchgeführt werden.