Stahl Wärmebehandlung bei der LSV

Wärmebehandlung für höchste Bauteilanforderungen und optimale Bearbeitbarkeit

Je nach Stahlanwendung bietet die LSV Lech-Stahl Veredelung die passende Wärmebehandlung, wie das induktive Vergüten, Normalisieren, die AC- oder FP-Glühung und das Oberflächenhärten von Stabstahl und Blankstahl an. Die Kombination maßgeschneiderter Stahllösungen und gezielter Wärmebehandlung zur Einstellung von Gefügeeigenschaften sichert beste Bearbeitbarkeit und optimale Bauteileigenschaften. So lassen sich Eigenschaften wie Zugfestigkeit, Streckgrenze, Härte, Dauerfestigkeit, Biegewechselfestigkeit, Federeigenschaften oder Zerspanbarkeit für Ihren Anwendungsfall einstellen. Durch Investitionen in modernste Anlagentechnik für die induktive Wärmebehandlung in Verbindung mit unserem Stahl-Know-how haben wir uns zum Marktführer für die induktive Wärmebehandlung von Stabstahl und Blankstahl entwickelt. Neben der induktiven Einzelstabvergütung bieten wir Ihnen spezielle Lösungen wie induktives Glühen, induktives Randschichthärten sowie die Kombination dieser Verfahren an. Die Reproduzierbarkeit in diesen Verfahren bedeutet, jeder Stab hat die gleichen Eigenschaften.

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Induktives Einzelstabvergüten für höchste Qualität

Vergüten Induktives Einzelstabvergüten Wärmebehandlung

Modernste Induktiv-Vergütungsanlagen ermöglichen eine Wärmebehandlung bei geringem Eigenspannungsniveau und hoher Reproduzierbarkeit. Hierbei erfolgen die beiden Prozessbereiche des Härtens und des Anlassens vollständig induktiv. Die Einzelstabvergütung ermöglicht eine präzise Parametrierung und daraus resultierend die Erzeugung von eng tolerierten mechanischen Eigenschaften im Vergütungsprozess. Durch vergleichsweise hohe Härtetemperaturen kann das Potential der eingesetzten Werkstoffe und Blankstahlprodukte in Bezug auf die chemische Analyse und die daraus resultierenden mechanisch-technologischen Eigenschaften voll ausgeschöpft werden. Anwendung finden die bei der LSV Lech-Stahl Veredelung induktiv vergüteten Produkte unter anderem im Bereich der Lenkungshersteller, der Antriebstechnik, der Lineartechnik und der Schraubenindustrie sowie deren Zulieferer.

Induktives Randschichthärten für harte und verschleißfeste Oberflächen

Um die Möglichkeiten der induktiven Verfahren noch umfassender nutzen zu können, haben wir unser Fertigungsprogramm durch eine neue Fertigungslinie zum induktiven Randschichthärten komplettiert. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit, sowohl induktiv vergüteteten als auch induktiv oberflächengehärteten Stahl einzusetzen, aber auch in besonders anspruchsvollen Fällen den zähen Kern mit der gehärteten Oberfläche zu kombinieren. Dies eröffnet neue technische Möglichkeiten, insbesondere um aufwendige Wärmebehandlungsprozesse am bearbeiteten Bauteil zu eliminieren.

Das Ziel dieses Prozesses ist es, am zuvor gefertigten Blankstahl über die gesamte Stablänge (bis 8000 mm) eine harte und verschleißbeständige Oberfläche zu erzeugen, wobei die vorliegenden Eigenschaften des Kernmaterials erhalten bleiben. Verglichen zur induktiven Vergütung zeichnet sich der Randschichthärteprozess durch eine vergleichsweise kurze Prozesszone aus, die der Stabstahl durchläuft. Dies hat den Hintergrund, dass lediglich der äußerste Randbereich der Materialien durch den Härteinduktor erwärmt wird. Eine Wärmeleitung in den Kernbereich wird frequenzgesteuert gezielt unterbunden. Folgend wird die austenitisierte Randschicht innerhalb kürzester Zeit durch Ring- und Röhrenbrausen gleichmäßig abgeschreckt, was in einem starken, lokalen Härteanstieg resultiert. Im Anschluss an das Abschrecken der Randschicht wird üblicherweise auf Temperaturen von 150-200 °C angelassen, um eine Rissgefahr infolge von hohen Spannungen deutlich zu verringern. Die durch das Randschichthärten erzeugbaren Eigenschaften sind beispielsweise bei Vorliegen von schwingenden Bauteilbelastungen oder im Bereich der Lineartechnik gefordert. Bedingt durch stetig weiterentwickelte Zerspanungs- und Werkzeugtechnologien wird der Einsatz von randschichtgehärtetem Langmaterial ermöglicht, wodurch eine alternative Fertigungsroute, verglichen zur bisherigen Weichbearbeitung mit anschließendem Härteprozess geschaffen wird.

Eine ergänzende Schleifbearbeitung ermöglicht die Präzision und Oberflächengüte zu erhöhen.
Die Prozessüberwachungen des induktiven Randschichthärtens orientieren sich am Wärmebehandlungsstandard CQI-9, produktionsbegleitend sind entsprechende Serienerprobungen implementiert, welche mit Hilfe modernster Prüftechnik in den eigenen Qualitätslaboratorien umgesetzt werden.

Erhalten Sie hier nähere Informationen zur Blankstahlfertigung der LSV Lech-Stahl Veredelung.

Glühen im Ofen für definierte Werkstoffeigenschaften

Glühen von Stahl im Ofen

Um für die weitere Bearbeitung unserer Stahlprodukte, wie z.B. das Kaltumformen oder die Drehbearbeitung, optimale Bedingungen zu erzeugen, stehen Durchlaufkammeröfen mit Hoch- und Niedertemperaturzonen zur Verfügung. Hierbei können AC-, FP-, N- und S-Glühungen durchgeführt werden. Der Prozess gewährleistet die Einhaltung Ihrer Vorgaben in Bezug auf mechanische Eigenschaften und das erforderliche Stahlgefüge für die Weiterverarbeitung.

Unsere programmgesteuerten Anlagen ermöglichen über definierte Glühprogramme eine hohe Reproduzierbarkeit des Glühprozesses mit anschließender gezielter Abkühlung. Unsere tiefgreifenden metallurgischen Kenntnisse in Verbindung mit in Jahrzehnten gewonnener Erfahrung bei der Wärmebehandlung von Stahl ermöglichen es, höchsten Ansprüchen und neuen Herausforderungen in Bezug auf Bearbeitbarkeit, Umformbarkeit und Bauteileigenschaften gerecht zu werden.

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